Warum es diesen Ort gibt
Manche Schwierigkeiten lassen sich lösen. Andere bleiben bei uns, selbst wenn wir alles praktisch Mögliche getan haben. In solchen Augenblicken ist eine weitere Anweisung nicht immer das, was wir brauchen. Manchmal hilft es mehr, einen anderen Blick auf das zu finden, was geschehen ist, was geschehen könnte oder was sich nicht ändern lässt.
Consolations ist für solche Augenblicke da. Es ist eine Sammlung kurzer philosophischer Essays über alltägliche Begegnungen mit Ungewissheit, Verlust, Angst, Verlangen, Veränderung, Sterblichkeit und Sinn. Jeder Trost verweilt bei einer Schwierigkeit und fragt, was sichtbar werden kann, wenn wir sie aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Die Texte schöpfen insbesondere aus dem Stoizismus und dem Daoismus. Beide Traditionen nähern sich derselben menschlichen Erfahrung oft aus gegensätzlichen Richtungen: Entschlossenheit und Nachgeben, Handlungsfähigkeit und Annehmen, Disziplin und Leichtigkeit. Sie dienen hier als Quellen neuer Perspektiven, nicht als Lehren, die die Lesenden übernehmen sollen; und ihre Unterschiede versuchen die Essays nicht einzuebnen.
Neue Trosttexte erscheinen, wenn sie eine Veröffentlichung wert scheinen. Sie sind für eine ruhige Lektüre geschrieben, werden mit Sorgfalt übersetzt und ohne Dringlichkeit oder Anspruch auf Aufmerksamkeit angeboten.
Die Hoffnung ist bescheiden: nicht auf jede Schwierigkeit eine Antwort zu geben, sondern etwas mehr Klarheit, Raum oder innere Festigkeit zu lassen, um ihr begegnen zu können.